Gemälde von Caspar David Friedrich mit dem Titel: »Hünengrab im Herbst«, geschaffen um 1820

Öl auf Leinwand

71 x 55 cm


Inv. Nr.: Gal.-Nr. 2195

Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Hünengrab im Herbst, um 1820
Caspar David Friedrich

Das „Hünengrab im Herbst“ ist Friedrichs Rezeptionsbild für die Dresdner Akademie. Der Künstler stellt darin die Landschaftsmalerei als Historienmalerei vor, um sich so im Streit der künstlerischen Gattungen zu positionieren. Das Großsteingrab wird in einer Zeit der Kämpfe um politische und gesellschaftliche Freiheit zum Symbol der heroischen Vorzeit. Die Symbolik ist wie bei vielen Werken Friedrichs vielschichtig; so wird das Hünengrab zum einen als Sinnbild des überwundenen Heidentums und zum anderen als Ausdruck nationaler Selbstbesinnung verstanden. Der große Monolith im Zentrum ist aus leichter Untersicht eindrucksvoll und einschüchternd dargestellt. Das sind Gefühlswerte, die sich im Sinne einer auf das Erhabene zielenden Kunsttheorie verbinden und darin üblicherweise zur Beschreibung einer Naturerfahrung dienen.

(Autor/in: Holger Birkholz, 2021)

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Bildnachweis
Elke Estel/Hans-Peter Klut, SKD
Lizenz
Public Domain Mark 1.0